Einführung eines Energiemanagementsystems

für das Ellwanger Wellenbad

Energie-Sparen steckt oft im Detail

Im Ellwanger Wellenbad werden 150 digitale Verbrauchszähler eingebaut, um die Energieverbräuche zu optimieren.

In die Technik des Ellwanger Wellenbads wird fortlaufend investiert, in den vergangenen Jahren floss viel Geld, um das 1983 eröffnete Bad energetisch zu optimieren. Dabei muss es nicht immer die große Neuerung sein, wie jüngst der Einbau der neuen Lüftungsanlage oder die große PV-Anlage auf dem Dach. Jetzt steht ein wichtiger Schritt mit Detailblick an: „Wir werden 150 Verbrauchszähler einbauen, um ein besseres Monitoring aufbauen zu können“, sagt Matthias Lechner, der sich als Projektleiter Wärme bei den Stadtwerken um den Großverbraucher Wellenbad kümmert.

Künftig sollen auf der gesamten Strecke – vom Erzeuger (Blockheizkraftwerk, Photovoltaikanlage, Wärmepumpe, Fremdbezug) bis zum Verbraucher (Strom, Gas, Wärme und Wasser) – die wichtigsten Energiekennzahlen digital und automatisiert erfasst werden. „Bisher haben wir nur 24 Zähler im System, die manuell – also vom Personal – überprüft und notiert werden“, sagt Lechner. „Da sparen wir also auch Aufwand und Arbeitszeit beim Personal.“

Künftig wird mit dem neuen System, zu dem auch eine Monitoring-Software gehört, genauer und automatisiert ausgelesen, wo der Energieverbrauch tatsächlich anfällt. „Bisher war das eher ein Blindflug in diesem komplexen Gebäude. Künftig können wir dann genauer die Bereiche definieren, in denen Optimierungsbedarf besteht und wir können auch die Abläufe besser aufeinander abstimmen“, sagt Lechner. So soll die Eigenstromgewinnung beispielsweise besser auf die Bedarfe abgestimmt werden. Insgesamt wird die Aufrüstung der Messtechnik rund 400.000 Euro kosten, die zu 25 Prozent über die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz ersetzt werden.

Eine aktuell im Bau befindliche weitere Maßnahme soll die Nutzung von Abwärme, beispielsweise aus dem Abwasser, ermöglichen. Dabei wird mittels einer Wärmepumpe die Abwärme auf das benötigte Temperaturniveau angehoben und wieder in den Wärmekreislauf des Gebäudes eingespeist. Auch hier wird also die vorhandene Energie besser genutzt.

„Ein gutes Energie-Management ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg, das Bad ökologisch nachhaltiger und wirtschaftlicher zu betreiben“, formuliert VuB-Geschäftsführer Stefan Powolny das große Gesamtziel. Mit der neuen Messtechnik soll der CO2-Verbrauch und auch der Energiebedarf weiter gesenkt werden.

 

 

 

 

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